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Rochade wieder beste belgische Mannschaft.
Rochade siegt in der letzten Runde und belegt Platz 25!
Thomas Fiebig schafft IM-Norm.

7. Runde
CRE Charleroi			-  SK Rochade Eupen-Kelmis		1½-4½

IM Eliet, Nicolas 2435 - IM Feygin, Michael 2569 0-1 IM Laurent, Bruno 2370 - GM Glek, Igor 2512 0-1 FM Bauduin, Etienne 2309 - Fiebig, Thomas 2401 0-1 Akhayan, Ruben 2262 - FM Buhr, Carl Christian 2346 1-0 Israel, Gregory 2159 - FM Ahn, Martin 2321 ½-½ Romanelli, Robert 1970 - Petzold, Klaus 2241 0-1

Die letzte Runde des Europa-Pokals bescherte dem SK Rochade Eupen-Kelmis fernab der Heimat ein innerbelgisches Duell. Die Schachfreunde aus Charleroi verzichteten auf den Einsatz ihres bisher erfolgreichsten Spielers und stempelten damit die Rochade-Mannschaft zum klaren Favoriten.
Großmeister Igor Glek legte gegen den amtierenden Belgischen Meister Laurent los wie die Feuerwehr und konnte schnell den ersten wichtigen Punkt für seine Mannschaft verbuchen. Auch Michael Feygin am Spitzenbrett schaffte es vermittels der Tarraschverteidigung, eine spannungsgeladene Stellung auf das Brett zu zaubern. Nachdem der Gegner gezwungen wurde, seine Dame ins Abseits zu stellen, gewann Feygin souverän.
Die zentrale Partie dieses Wettkampfes wurde aber am dritten Brett gespielt. Dort versuchte Thomas Fiebig mit den schwarzen Steinen FM Bauduin zu bezwingen. Fiebig brauchte unbedingt den vollen Punkt, denn nur so konnte er seine gute Turnierleistung mit dem Erreichen der IM-Norm krönen. Sein Gegner schuf sich im Panov-Angriff einige Schwächen, die Fiebig zuerst geduldig belagerte und später erfolgreich ausbeutete. Dieses bedeutete also die langersehnte IM-Norm für den jungen Spieler! Angesichts dieses Vorsprungs erklärte sich nun Martin Ahn in seiner Partie mit dem Remis einverstanden und sicherte den Ostbelgiern damit den Sieg; in einer Französischen Verteidigung stand er schon schnell überlegen, konnte aber leider nicht entscheidend durchdringen. Carl Christian Buhr versuchte heute ebenfalls die Panov-Variante, büsste aber im Laufe der Partie zwei Bauern ein. Das resultierende Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern konnte er leider nicht mehr halten. In der letzten Partie versuchte Klaus Petzold, der mit der Tarraschverteidigung konfrontiert wurde, die Stellung zu verkomplizieren. Ohne Not opferte sein Gegner plötzlich die Qualität, und Petzold führte seine Stellung technisch sicher zum hohen Mannschaftssieg.
Mit dem Erreichen des 25. Platzes in dieser hochklassigen internationalen Konkurrenz, mit dem besten Ergebnis aller teilnehmenden belgischen Mannschaften sowie mit der sehr guten IM-Norm von Thomas Fiebig können Guenter Delhaes, der Chef de Mission, und Mannschaftsführer Christian Lanckohr vollauf zufrieden sein.
6. Runde
SK Rochade Eupen-Kelmis 	-  Chess Akademy Thessaloniki 	4-2

IM Feygin, Michael 2569 - GM Georgiev, Krum 2453 ½-½ GM Glek, Igor 2512 - Kanakaris, Georgios 2342 1-0 Fiebig, Thomas 2401 - Galopoulos, N 2262 1-0 FM Buhr, Carl Christian 2346 - FM Vragoteris, Antonios 2267 0-1 FM Ahn, Martin 2321 - Papadopoulos, Panayotis 1885 1-0 Petzold, Klaus 2241 - IM Karagiannis, Athanasios 2341 ½-½

In der sechsten Runde des Turniers hatte der SK Rochade-Kelmis quasi ein Auswärtsspiel, denn es galt, gegen das griechische Team aus dem nahen Thessaloniki anzutreten. Eine trotz der formalen Überlegenheit der Ostbelgier unangenehme Aufgabe, denn die Griechen setzten zum großen Teil auf ehrgeizige junge Spieler. Der jüngste Spieler des Gegners musste gegen Martin Ahn antreten; Ahn wählte den Offenen Sizilianer, und sehr bald musste der junge Grieche die spielerische Klasse des Fidemeisters anerkennen. Am dritten Brett hatte Thomas Fiebig in seiner Variante die Züge vertauscht und dadurch einen Bauern verloren. Mit hoher Energie kämpfte Fiebig aber unverdrossen weiter und musste nicht lange auf den Fehler seines Kontrahenten warten. Das gewonnene Endspiel spielte Fiebig schnörkellos zu Ende und wahrte damit seine Chance auf eine IM-Norm. Igor Glek nahm seinem Gegner früh einen Bauern ab; seine vorteilhafte Stellung mit zwei Türmen und Läufer gegen zwei Türme plus Springer gewann er ungefährdet. Spektakuläres Schach zeigte Michael Feygin am Spitzenbrett. Gegen die Sizilianische Verteidigung schickte er seine weißen Bauern nach g6 und h6 vor die schwarze Rochadestellung. Irgendwie fand er aber keine richtige Fortsetzung und das Spiel versandete zum Remis. Rochade hatte also bereits den Kampf für sich entschieden, und da war es zu verschmerzen, dass Carl Christian Buhr seine Partie noch unglücklich verlor. Der Gegner von Buhr verschmähte zu Beginn des Mittelspiels ein Dauerschach und spielte trotz Materialnachteils weiter. Als Buhr sich dann die besseren Chancen erarbeitet hatte, übersah er ein Mattbild und musste resignieren. In der letzten Partie kämpfte Klaus Petzold fast 100 Züge um einen halben Punkt. Petzold hatte die Französische Verteidigung gewählt, und in einer spannenden Partie verlor er einen Bauern. Doch als auf dem Brett ungleichfarbige Läufer auftauchten, stand der spätere Remisschluss eigentlich schon etliche Zeit vorher fest.
5. Runde
SK Rochade Eupen-Kelmis 	-	Beer Sheba Chess Club	2-4

IM Feygin, Michael 2569 - GM Huzman, Alexander 2590 ½-½ GM Glek, Igor 2512 - GM Rodshtein, Maxim 2609 0-1 Fiebig, Thomas 2401 - GM Greenfeld, Alon 2560 0-1 FM Buhr, Carl Christian 2346 - IM Khmelniker, Ilya 2443 ½-½ FM Ahn, Martin 2321 - Nabaty, Tamir 2456 ½-½ Petzold, Klaus 2241 - IM Vydeslaver, Alik 2399 ½-½

In der fünften Runde trafen zwei bekannte Teams aufeinander: der israelische Vertreter Beer Sheba und der SK Rochade Eupen-Kelmis sind wohl die beiden Mannschaften, die seit über 10 Jahren am häufigsten an der Champions League des Schachs teilgenommen haben. Auch heute deutete sich wieder ein kompromissloser Kampf an, alle Spieler legten Wert auf gehaltvolle Eröffnungsvarianten. Großmeister Igor Glek wählte die Holländische Verteidigung, aber er konnte das Problem seines weißfeldrigen Läufers nicht lösen. Sein junger Gegner nutzte diesen Umstand zum Gewinn. Michael Feygin traf am Spitzenbrett auf den supersoliden Großmeister Huzman, der natürlich die Russische Verteidigung wählte. Trotz aller Bemühungen konnte Feygin das Gleichgewicht nicht erschüttern, und bald schon folgte der unvermeidliche Remisschluss. Am letzten Brett hatte Klaus Petzold in der Caro-Kann-Verteidigung mehrere Bauern geopfert und eine sehr schöne Angriffsstellung erhalten. Leider spielte er bei der Realisierung erneut zu ungenau und ließ den Weißspieler entkommen, der in hoher beidseitiger Zeitnot eine Zugwiederholung wählte. Martin Ahn hatte überraschend gegen die Sizilianische Verteidigung zu kämpfen. Er wählte eine für ihn neue Variante, konnte aber keinen Vorteil erlangen. Trotzdem wurde die gleiche Partie bis ins tiefe Turmendspiel fortgesetzt. Auch Carl Christian Buhr musste viele Züge machen, um endlich sein Remis zu erhalten. Mit Schwarz hatte er zuerst schlecht gestanden, aber er kämpfte sich wieder in die Partie zurück; in der Endstellung konnte sein Gegner der Punkteteilung nicht mehr ausweichen. In der letzten laufenden Partie stand es nicht gut für die Ostbelgier. Thomas Fiebig hatte in seinem Panov-Angriff mutig einen Bauern geopfert; GM Greenfeld verteidigte sich aber sehr umsichtig, und nachdem Fiebig eine Ausgleichsmöglichkeit übersehen hatte, setzte sich der Materialvorteil des Israelis durch.
4. Runde
C.S. R.Fischer Chieti (Italien)	-  SK Rochade Eupen-Kelmis		4½-1½

GM Macieja, Bartlomiej 2600 - IM Feygin, Michael 2569 1-0 IM Brunello, Sabino 2455 - GM Glek, Igor 2608 2512 ½-½ GM Garcia Palermo, Carl 2459 - Fiebig, Thomas 2401 ½-½ IM D'amore, Carlo 2481 - FM Buhr, Carl Christian 2346 ½-½ GM Ortega, Lexy 2442 - FM Ahn, Martin 2321 1-0 FM Corvi, Marco 2343 - Petzold, Klaus 2241 1-0

Eine äußerst unglückliche Niederlage musste der SK Rochade Eupen in der vierten Runde hinnehmen. Schon zu Anfang des Kampfes sah es bei den Belgiern am fünften und am sechsten Brett nicht gut aus; denn Martin Ahn und Klaus Petzold kamen mit sehr schlechten Stellungen aus der Eröffnung. Ahn konnte diesmal die Holländische Verteidigung nicht meistern und landete in einer perspektivlosen Stellung, aus der er sich trotz aller Versuche nicht mehr erfolgreich befreien konnte. Petzold hatte die Eröffnung ebenfalls schlecht behandelt, aber sein italienischer Gegner unterschätzte die Gefahren und liess sich noch fast völlig überspielen. In beidseitiger Zeitnot verlor Petzold plötzlich den Überblick und stellte seine Dame ein. Auch bei Igor Glek war sicherlich mehr als ein Remis drin, denn der Moskauer Großmeister hatte seinem Gegner einen Bauern abgenommen; leider war das Material am Ende schon zu reduziert, um noch gewinnen zu können. Vor Thomas Fiebig hatte der Großmeister Garcia Palermo gehörigen Respekt, denn er spielte so unkompliziert wie möglich, um Fiebig keine Chance für ein Druckspiel zu geben. Trotzdem konnte ihm Fiebig die Qualität abnehmen, aber der Italiener konnte danach eine Remisfestung aufbauen. Selbiges gelang leider Michael Feygin mit seiner Französischen Verteidigung nicht. Lange sah es ganz gut für ihn aus, aber anscheinend hatte sein Gegner immer noch ein As im Ärmel, so dass Feygin letztlich die Niederlage quittieren musste. Danach musste auch Carl Cristian Buhr seine Gewinnversuche einstellen. Auch er hatte über die gesamte Spielzeit starken Druck auf seinen Gegner ausgeübt, aber sein Mehrbauer im Turmendspiel ließ sich nicht realisieren. Es war ein sehr harter Kampf, was sich auch daran erkennen lässt, dass sogar die drei Remispartien alle bis zum nackten König ausgespielt wurden!
3. Runde
Utrecht				-  SK Rochade Eupen-Kelmis		2½ - 3½

IM Ris, Robert 2417 - IM Feygin, Michael 2569 1 - 0 IM Berkvens, Joost 2431 - GM Glek, Igor 2512 0 - 1 IM Jens, Jelmer 2379 - Fiebig, Thomas 2401 ½ - ½ FM Okkes, Menno 2359 - FM Buhr, Carl Christian 2346 ½ - ½ Michielsen, Joost 2365 - FM Ahn, Martin 2321 ½ - ½ Goes, Sten 2143 - Petzold, Klaus 2241 0 - 1

Dem ostbelgischen Vertreter SK Rochade Eupen-Kelmis gelang in der dritten Runde ein knapper Sieg gegen die junge niederländische Mannschaft aus Utrecht. Als erster steuerte Martin Ahn mit seinem sicheren Schwarzremis in der Sizilianischen Verteidigung seinen Beitrag zum Erfolg bei; hierbei unterließ er es mannschaftsdienlich, in der Partie eine sehr zweischneidige Kombinations-Möglichkeit aufs Brett zu bringen. Kurz darauf folgte bereits die Führung für den Jubiläumsverein, denn Klaus Petzold konnte bereits in der Englischen Eröffnung Vorteil erlangen. Da sein sehr junger Gegner in der Folge nicht die besten Verteidigungszüge fand, konnte Petzold den vollen Zähler erringen.
Die schlechte Nachricht für die kommenden Gegner von Rochade ist die, dass Großmeister Igor Glek langsam Fahrt aufnimmt. Sein klarer Sieg über den brandgefährlichen Berkvens brachte dem Team die 2,5-1,5 Führung. Da schmerzte es nicht so sehr, dass es Michael Feygin nicht gelang, den gegnerischen weißen König in ein Dauerschach zu zwingen. Schade für den sympathischen Feygin, der so an seine phantastische Leistung aus dem Vorjahresturnier nicht wird anknüpfen können. Den Mannschaftssieg perfektionierten Thomas Fiebig und Carl Christian Buhr durch zwei Remisen. Fiebig spielte mit den schwarzen Steinen auf den vollen Punkt, konnte aber nicht entscheidend durchdringen. Entnervt bot Jens in nicht ganz klarer Stellung abschließend ein Unentschieden an. Auch Buhr übte mit seiner Katalanischen Eröffnung immer leichten Druck aus, aber die Kontrahenten landeten in einem gleichen Turmendspiel, in dem man schnell Frieden schloss.

2. Runde
Rochade Eupen-Kelmis		- Phibsboro Chess Club	  	  	5½ - ½

IM Feygin, Michael (2569)- FM Brady, Stephen (2385) 1 - 0 GM Glek, Igor (2512)- FM Jessel, Stephen (2303) 1 - 0 Fiebig, Thomas (2401)- Butler, Kevin (2088) 1 - 0 FM Buhr, Carl Christian (2346)- Salter, David (1953) 1 - 0 FM Ahn, Martin (2321)- Rosse, Sebastian 1 - 0 Petzold, Klaus (2241)- Knudsen, Martin (1946) ½ - ½

Nach der hohen Niederlage in der ersten Runde kam mit dem Phibsboro Chessclub aus Irland eine lösbare Aufgabe auf das Rochade-Team zu. Im Gegensatz zum Auftaktmatch waren nun die Ostbelgier die hohen Favoriten.
Besonders engagiert ging Thomas Fiebig zu Werke. Man konnte ihm sichtlich anmerken, dass seine gestrige Riesenvorstellung ihn auch heute noch beflügelte. Sein armer Gegner wurde wahrscheinlich in der Abtauschvariante der Spanischen Partie noch nie so brutal überspielt wie heute. Ebenfalls kurzen Prozess mit seinem Gegenspieler machte Igor Glek, obwohl er heute die schwarzen Steine führen musste; aber gegen seine energische Spielführung in der Sizilianischen Verteidigung wusste sich Jessel nicht zu wehren.
Nach diesen schnellen Erfolgen wurde an den anderen Brettern erstmals weiter gekämpft. Bald aber konnte sich Michael Feygin gegen die Rubinstein-Verteidigung durchsetzen, nachdem er die lange Rochade gegen diesen Aufbau wählte. Martin Ahn hatte für seinen Gegner eine sehr giftige Variante vorbereitet; dieser schien es jedoch geahnt zu haben, denn er wählte in der Skandinavischen Verteidigung eine vorsichtigere Fortsetzung. Ahn konnte aber auch in dieser positionellen Stellung problemlos den Spielstärkeunterschied nachweisen. Klaus Petzold hatte in der Eröffnung leichte Schwierigkeiten. Gleich mehrere Ungenauigkeiten gestatteten dem Gegner, das Spiel erfolgreich zu verflachen, wogegen Petzold leider kein Mittel fand.
In der letzten Partie hatte es hingegen Carl Christian Buhr vermocht, eine komplizierte Stellung aufzubauen. Als sich die Lage auf dem Brett in der Zeitnotphase zuspitzte, verlor sein Gegner unter dem sehr starken Druck Buhrs die Übersicht und kapitulierte sofort.

1. Runde
Ural Sverdlovskaya		- SK Rochade Eupen-Kelmis		5½ - ½

GM Kamsky, Gata 2729 - IM Feygin, Michael 2569 1 - 0 GM Shirov, Alexei 2726 - GM Glek, Igor 2512 1 - 0 GM Grischuk, Alexander 2719 - Fiebig, Thomas 2401 ½ - ½ GM Malakhov, Vladimir 2675 - FM Buhr, Carl Christian 2346 1 - 0 GM Motylev, Alexander 2672 - FM Ahn, Martin 2321 1 - 0 GM Dreev, Alexey 2670 - Petzold, Klaus 2241 1 - 0

Ob das Losglück dem SK Rochade in der ersten Runde des diesjährigen Europa-Pokals hold war oder nicht, darüber kann man sich trefflich streiten. Jedenfalls musste die ostbelgische Mannschaft gegen die topgesetzte Auswahl Ural Sverdlovskaya antreten. Natürlich waren die Rochade-Spieler an jedem Brett nominell klar unterlegen.
Die ersten Partien endeten an den letzten drei Brettern, wo die Russen den gerossten Vorteil aufzuweisen hatten. Zuerst verlor Klaus Petzold, der seinem Gegner in der Eröffnung keine Probleme stellen konnte. In den Komplikationen ließ Dreev seinem Gegner keine Chance. Danach musste Martin Ahn aufgeben; nachdem er anfänglich viel Zeit verbrauchte, konnte er Motylev unter Druck setzen. Doch am Ende, als Ahn sich schon Vorteil erspielt hatte, übersah er leider eine gute Möglichkeit für seinen Gegner und verlor den vollen Punkt umsetzen. Carl Christian Buhr schaffte es als Anziehender nicht, Malakhov sein Spiel aufzudrängen. Er verlor etwas Material, und trotz ungleichfarbiger Läufer reichte dieses dem Gegner zum Gewinn. An den Spitzenbrettern galt es, die Weltklassespieler Kamsky und Shirov zu neutralisieren. Igor Glek gelang das leider gegen Shirov nicht, im Endspiel musste Glek seinen vorherigen Zugeständnissen Tribut zollen. Michael Feygin wagte gegen Kamsky das Wolgagambit. In zumindest ausgeglichener Stellung wählte er einen etwas fragwürdigen Damengewinn und unterlag.
Nur Thomas Fiebig konnte Rochade noch vor einem völligen Debakel retten. Gegen Grischuk wählte er eine komplizierte Variante, in der er sich der Initiative des gefürchteten Moskauer Großmeisters aussetzte. Aber Fiebig spielte schnell, nervenstark und selbstbewusst und gelangte in ein Turmendspiel mit einem Minusbauern. Problemlos bewies er hier seine technischen Qualitäten und erhielt den hoch verdienten halben Punkt. Eine tolle Leistung des jungen Europapokal-Debütanten!

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aktualisiert am 22.06.2016 nach oben zur Hauptseite